Hein
Mück: Den Namen kennt fast jeder, doch wer oder was steht
dahinter?
Kurz gesagt: Hein Mück,
eine Symbolfigur unserer Stadt,
verkörpert den Seemann aus der Zeit der Segelschiffe.
Wir blicken zurück auf
die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Damals noch lagen stolze
Windjammer vor den Küsten und in den Häfen. Und das
Seemannsleben war hart - doch zugleich abwechslungsreich. Das
Leben, das Hans Albers noch in den vierziger Jahren des letzten
Jahrhunderts besang, lebten die Seefahrer auch damals: "Silbern
klingt und springt die Heuer..." Das Wechselbad aus härtester
Arbeit und leichtem Vergnügen war nicht ohne Reiz, und auch
an Bord war immer wieder Zeit für Spaß und Leben.
1901, wird berichtet, war
an Bord der "Hanna Heye" ein besonderer Schiffsjunge. Er
begleitete auf seinem Akkordeon Shanties und war ein Mensch, der
auch in komplizierten Situationen gelassen blieb und den Schalk
im Nacken hatte. Der damaligen Seemannstradition folgend hatte
auch er einen Spitznamen: Die anderen Matrosen nannten
ihn ja, genau, Hein Mück.
Der Name war entstanden, weil dieser beliebte Matrose mit
Vornamen Heinrich hieß
und dafür bekannt war, dass er seinen Essenstopf, den Muck,
immer zweimal auffüllen ließ. "Hein Mück",
dieser Name wurde später zum festen Bestandteil des Seemanns-Wortschatzes. |
Heinrich Soltziem
Schiffszimmermann
bei Rickmers
und im 1. Weltkrieg Matrose bei
der Marine-Artillerie-Abteilung
auf Fort Brinkamahof.
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Doch
dies war nicht der eigentliche Auslöser der "Hein-Mück-Welle",
aus der später eine dauerhafte Bekanntheit werden sollte. Der Komponist
Willy Engel-Berger und der Texter Charlie Amberg bekamen von Hein Mück
Wind und schufen den bekannten Schlager "Hein
Mück aus Bremerhaven". Dies war in den dreißiger
Jahren, und gesungen wurde der Schlager von der berühmten Sängerin
Lale Andersen (die auch eine enge Verbindung zu Bremerhaven
hat),
Hans Albers und den "Drei Peheiros".
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