
Dr. h.c. mult. Helmut Heinrich Waldemar Schmidt
Diplom-Volkswirt, Hauptmann der Reserve, Politiker, Publizist Innensenator in Hamburg Bundesverteidigungsminister, Bundeswirtschafts- bzw. Bundesfinanzminister Bundeskanzler geb.: 23.12.1918 in Hamburg Schmidt wurde für das Eintreten für den Standort Bremerhaven als dem Zentrum der deutschen Polarforschung mit der Errichtung des Alfred-Wegener-Institut gewürdigt. 1983 wurde er Ehrenbürger von Bremerhaven |
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| Helmut Heinrich Waldemar Schmidt | |
| 23.12.1918 | Geboren am 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek, als Sohn eines Studienrats und Diplomhandelslehrers. |
| 1925-1929 | Volksschulbesuch in der Wallstraße Hamburg. |
| 1929 | nach den Volksschuljahren ging er auf die Lichtwark-Oberschule in Hamburg-Bergedorf. |
| 1937 | Ostern 1937 Abitur an der "Lichtwark-Schule". Anschließend Arbeitsdienst im Hamburger Elbmaschengebiet Vierlande. |
| 1937-1939 | Wehrdienst in Bremen-Vegesack bei der leichten Flakartillerie. |
| 1939-1945 | Schmidt nahm als Soldat, letzter Dienstgrad Oberleutnant , am Zweiten Weltkrieg teil. |
| 1942 | Helmut Schmidt heiratete am 27. Juni 1942 seine Schulfreundin Hannelore Glaser ( Loki ). |
| Juni 1944 | 26. Juni 1944 Geburt des Sohnes Helmut-Walter in Bernau in Berlin. |
| Jan. 1945 | Tod es Sohnes durch Krankheit (Hirnhautentzündung). |
| April 1945 | Gefangennahme in der Lüneburger Heide. |
| 31.08.1945 | Heimkehr aus der britischer Gefangschaft. |
| 1945-1949 | Studium der Volkswirtschaft und Saatswissenschaft in Hamburg. |
| März 1946 | wurde Schmidt Mitglied der SPD. |
| 1947-1948 | war er Vorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) in den Westzonen. |
| 1947 | Geburt der Tochter Susanne. |
| 1949 | Abschluß des Studiums als Diplom-Volkswirt. |
| 1949-1953 | Verwaltungsdienst in Hamburg, Referent, dann Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung in der Behörde für Wirtschaft und Verkehr. Ab 1952-1953 Leiter des Amtes für Verkehr. |
| 1953-1961 | Mitglied des Deutschen Bundestages. |
| 1958 | Oktober: Wehrübung in der Flugabwehrschule Rendsburg. Beförderung zum Hautmann der Reserve. |
| 1961-1965 | Vom 13. Dezember 1961 bis zum 14. Dezember 1965 amtierte Helmut Schmidt als Senator der Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg. |
| Feb. 1962 | In diesem Amt erlangte er vor allem als Krisenmanager bei der Sturmflut vom 17. Februar 1962 Popularität und Ansehen. |
| 1965-1987 | gehörte Schmidt dem Deutschen Bundestag an, wo er den Wahlkreis Bergedorf vertrat. |
| 1967-1969 | Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion als Nachfolger von Fritz Erler. |
| 1968-1984 | war Schmidt stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. |
| 1969 | Am 22. Oktober 1969 wurde er als Bundesminister der Verteidigung von Bundeskanzler Willy Brandt in die Bundesregierung berufen. |
| 1972-1974 | Am 7. Juli 1972 übernahm er nach dem Rücktritt von Karl Schiller das Amt des Finanz- und Wirtschaftsministers. |
| 1972 | Nach der Bundestagswahl 1972 führte er dann ab dem 15. Dezember 1972 das Bundesministerium der Finanzen. |
| 1974-1982 | Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt wurde Schmidt am 16. Mai 1974 mit 267 Ja-Stimmen vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt. |
| 1982 | Im Spätsommer 1982 scheiterte die von ihm geführte sozialliberale Koalition. |
| 1982 | Am 17. September 1982 traten sämtliche FDP-Bundesminister zurück. Schmidt übernahm daher zusätzlich zum Amt das Bundeskanzlers auch noch das Amt des Bundesministers des Auswärtigen. |
| 1982 | Am 1. Oktober 1982 wurde dann durch ein konstruktives Misstrauensvotum mit den Stimmen von CDU, CSU und der Mehrheit der FDP-Fraktion Helmut Kohl zu seinem Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers gewählt. |
| 1983 | Seit Mai 1983 ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung "DIE ZEIT", deren Verleger er von 1985 bis 1989 war. |
| 1983 | wurde "Helmut Schmidt" Ehrenbürger von Bonn. |
| 1983 | Am 9. Juni 1983 wird von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt in Würdigung seiner Verdienste um die Ansiedlung des Alfred-Wegener-Instituts für Polarforschung in Bremerhaven das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. |
| 09.09.1983 | In einer Feierstunde, im Weserforum Bremerhaven, wird Altbundeskanzler Helmut Schmidt die Ehrenbürgerurkunde von Oberbürgermeister Werner Lenz überreicht. |
| 22.12.1983 | Ehrenbürgerwürde der Freien und Hansestadt Hamburg. |
| 10.09.1986 | Abschiedsrede im Deutschen Bundestag. Nach 33 Jahren endete seine große parlamentarische Laufbahn. |
| 1989 | Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin. |
| 1998 | Dr. h.c. mult. Helmut Schmidt ist der erste Ehrenbürger Schleswig-Holsteins. Er erhielt seine Auszeichnung am 20. Dezember 1998. In ihrer Laudatio für den Altbundeskanzler, streitbaren Demokraten und pragmatischen Denker hob die damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis die Verbundenheit Helmut Schmidts zu Schleswig-Holstein hervor. |
| Dez. 2003 | Am 16. Dezember 2003 wurde die "Universität der Bundeswehr Hamburg" nach Beschluss durch den Senat und Genehmigung durch den Bundesminister in ihren heutigen Namen "Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr" umbenannt. Damit sollte die Würdigung des Mannes, der sich Anfang der Siebziger Jahre für die wissenschaftliche Fortbildung von Offizieren eingesetzt hatte, zum Ausdruck kommen. Bundeskanzler a.D. Dr. Schmidt zeigte sich bei der Festveranstaltung anlässlich der Umbenennung sichtlich gerührt, verpasste es jedoch nicht, sowohl die berühmte Schmidt-Schnauze als auch mahnende Worte einzusetzen. Im Zuge der Umbenennung wurde ihm gleichzeitig die Ehrendoktorwürde verliehen, eine an den Bundeswehruniversitäten sehr seltene Auszeichnung. Die Ehrendoktorwürde ist die dreiundzwanzigste und der zweite von einer deutschen Universität . |
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