Ehrenbuerger

Die Stadt Bremerhaven
hat folgende Person das Ehrenbürgerrecht verliehen:


Carl Wilhelm Kaisen
Stukkateur, Redakteur, Landespolitiker, Senator, Bürgermeister
Präsident des Senats
der Freien Hansestadt Bremen
und Bürgermeister

geb.: 22.05.1887 in Hamburg-Eppendorf
gest.: 19.12.1979 in Bremen

Würdigung und Anerkennung der großen Verdienste
um die Stadt Bremerhaven finden ihren Ausdruck in der
Verleihung des Ehrenbürgerrechts.
1965 wurde er Ehrenbürger von Bremerhaven
Kaisen
   
  Carl Wilhelm Kaisen
22.05.1887 Geburt in Hamburg-Eppendorf. Aufgewachsen in einer sozialdemokratisch orientierten Familie.
  Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete Kaisen als ungelernter Arbeiter in einer Seifenfabrik, um sich danach zum Gipser und Stukkateur ausbilden zu lassen.
1905 trat er der SPD bei.
1911 Vorsitzender des Parteidistrikts Hamburg-Fuhlsbüttel
1913 / 14 wurde Kaisen zu einem Lehrgang an die Parteischule nach Berlin delegiert , wo er auch Helene Schweida aus Bremen, seine spätere Ehefrau, kennen lernte.
1914 hatte sich Kaisen zum ersten Mal journalistisch für die Parteizeitung »Hamburger Echo« betätigt.
1916 heiratete er Helene Schweida aus Bremen.
- 1918 Am I. Weltkrieg nahm er als Unteroffizier eines Feldartillerie-Regiments teil.
Juli 1919 verließ er Hamburg, um in der Heimat seiner Frau in die Redaktion der MSPD-Parteizeitung »Bremer Volksblatt« einzutreten, deren Leitung er ein Jahr später übernahm.
1921 erfolgte die Wahl Kaisens in die Bremische Bürgerschaft und galt bald als Experte für sozialpolitische Fragen.
1922 übernahm er als Chefredakteur das neue SPD-Parteiblatt "Bremer Volkszeitung"
1928 trat er als Senator für Wohlfahrt in der Bremer Landesregierung ein.
06.03.1933 trat er zusammen mit den beiden übrigen SPD-Senatoren unter dem Druck der Nationalsozialisten zurück.
06.06.1945 ernannte die amerikanische Militärregierung Kaisen zum Senatsmitglied und Wohlfahrtssenator.
01.08.1945 übertrugen die Amerikaner Kaisen das Amt des Bürgermeisters und Präsidenten des Senat; dieses übte er bis zu seinen Rücktritt am 17.7.1965 ohne Unterbrechung aus.
1945 wurde die "Bremer Volkshilfe" vom Bürgermeister Wilhelm Kaisen gegründet.
1945 erreichte Kaisen die Rückgabe der Häfen und damit die Möglichkeit zum Wiederaufbau.
01.01.1947 Die amerikanische Militärregierung für Deutschland erklärte mit Wirkung vom 1. Januar 1947 das Verwaltungsgebiet Bremen und das Stadtgebiet von Wesermünde zum selbständigen Land Bremen.
Zusammen mit Gerhard van Heukelum ( Oberbürgermeister von Wesermünde ) beseitigte Wilhelm Kaisen vorher die Widerstände in Wesermünde gegen eine bremische Lösung.
Am 7. Februar 1947 erfolgte der feierliche Festakt in der Aula des Geestemünder Realgymnasiums ( heute Wilhelm-Raabe-Schule).
1954 wurde der Wohnungsbau in Bremerhaven-Grünhöfe von Kaisen gefördert.
1961 Förderung Kaisens für den Wohnungsbau in Leherheide-West.
1965 wurde "Wilhelm Kaisen" zum Ehrenbürger der Stadt Bremen ernannt.
1965 Am 24. Juni 1965 wurde "Wilhelm Kaisen " zum Ehrenbürger der Stadt Bremerhaven ernannt. Die Feierstunde fand am 12. November in der Schillerschule Bremerhaven statt.
17.7.1965 trat Kaisen aus Altersgründen nach 25 Jahren Regierungsarbeit im Bremer Senat von seinem Amt als Bremer Bürgermeister zurück.
1973 starb seine Frau Helene Kaisen.
19.12.1979 Am 19. Dezember 1979 stirbt Wilhelm Kaisen in Bremen.
1979 Brückenbenennung in Bremen ( Wilhelm-Kaisen-Brücke)
08.02.1980 Platzbenennung in Bremerhaven-Lehe ( Wilhelm-Kaisen- Platz )
01.08.1980 Der Container-Terminal Bremerhaven erhält den Namen "Wilhelm Kaisen"

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