Ehrenbuerger

Die Stadt Bremerhaven
hat folgende Person das Ehrenbürgerrecht verliehen:


Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Friedrich Johann Butenandt
Biochemiker, Hormonforscher, Hochschullehrer, Institutleiter,Wissenschaftspolitiker
Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts
ab 1948 Max-Planck-Institut
Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
Nobelpreisträger für Chemie


geb.: 24.03.1903 in Lehe
gest.: 18.01.1995 in München

Für sein verdienstvolles Wirken zum Wohl der Menschheit, sondern auch ein Zeichen der Dankbarkeit und Liebe, die er seiner Vaterstadt stets bewahrt hat.
1960 wurde er Ehrenbürger von Bremerhaven
Butenandt
   
  Adolf Friedrich Johann Butenandt
24.03.1903 Geburt in Lehe ( heute Bremerhaven). Der Sohn eines Kaufmanns.
1921 Nach dem Abitur an der Leher Oberrealschule (der heutigen Lessingschule) studierte er Chemie, Physik und Biologie an der Universität Marburg.
1924 wechselte er zur Universität Göttingen.
1927 promovierte Butenandt bei Adolf Windaus (Nobelpreis 1928) in Göttingen "Über die chemische Konstitution des Rotenons, des physiologisch wirksamen Bestandteils der Derris elliptica".
1931 habilitierte sich Adolf Butenandt und wurde Leiter der organischen und biochemischen Abteilung der Universität Göttingen.
1933 wurde Professor Butenandt als Ordinarius für organische Chemie an die Technische Hochschule Danzig berufen, an der er seine theoretischen und praktischen Hormonforschungen in die entscheidende Phase führte.
1935 reiste er auf Einladung der Rockefeller-Foundation zu einer Forschungsreise in die USA und nach Kanada; eine ihm angebotene Professur an der Harvard-University in Boston schlug er jedoch aus.
1936-1960 1936 übernahm er die Leitung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biochemie in Berlin-Dahlem (seit 1949 Max-Planck-Institut). Das Institut wurde kriegsbedingt 1943/44 nach Tübingen und 1956 nach München verlegt.
1938-1944 Honorarprofessor für Biochemie.
1939 wurde ihm für die Identifizierung der Geschlechtshormone der Nobelpreis für Chemie zugesprochen. Butenandt wurde durch die damalige Regierung gezwungen den Preis abzulehnen.
1941 Am 18.April 1941 wird Prof. Dr. Adolf Butenandt in "Anerkennung seiner Verdienste" im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Geestemünde mit der Goldenen Medaille der Stadt Wesermünde durch Bürgermeister Richter ausgezeichnet.
1945 ordentlicher Professor für Physiologische Chemie an der Universität Tübingen.
1949 wurde er von der schwedischen Akademie der Wissenschaften aufgefordert, einmal darzustellen, wie es zu dieser doch sehr ungewöhnlichen Ablehnung des Nobelpreises gekommen war. Aufgrund der Darstellung beschloß dann die Akademie den Nobelpreis doch noch nachträglich zuzuerkennen. Der schwedische Generalkonsul überreichte dann Butenandt die Auszeichnung in Frankfurt.
1949 Straßenbenennung in Bremerhaven-Lehe ( Adolf-Butenandt-Straße ) . Die 1933 angelegte Straße hieß bis 1949 Müller-Emden-Straße nach dem Kommandanten des Kreuzers "Emden" im 1. Weltkrieg. Am 31.Oktober 1949 wurde sie umbenannt nach Adolf Butenandt.
1953 wurde Butenandt den "Paul-Ehrlich-Preis" verliehen. Der Paul-Ehrlich-Preis gehört zu den höchsten und international renommiertesten Preisen, die in Deutschland im Bereich Medizin vergeben werden.
1960-1972 übernahm Butenandt, als Nachfolger des Atomwissenschaftlers Otto Hahn, das Amt des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit Sitz in München.
1960 Am 14. September 1960 wurde "Adolf Butenandt" zum Ehrenbürger der Stadt Bremerhaven ernannt.
1985 wurde ihm das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
1985 Professor Dr. Dr. h.c. Adolf Butenandt wurde Ehrenbürger der Stadt München.
18.01.1995 Am 18. Januar 1995 stirbt Butenandt in München.

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